Ideen sind

Schaun wir mal, und dann sieht man weiter.
Die Welt hat sich in meiner Lebenszeit doch erheblich verändert.
Manchmal habe ich das Gefühl, ich bin in der Steinzeit geboren worden, und die Gegenwart funktioniert irgendwie vollkommen anders.

Der Kunstbegriff ist schwer zu fassen.
Kunst funktioniert wie der Vatikan.
Im Vatikan wird beschlossen was Wahrheit ist, und die ist im allgemeinen schwer herauszufinden.
Ich würde sagen, es ist unmöglich, herauszufinden, was Wahrheit ist.
Da wird es natürlich leichter, wenn man jemanden hat, der einem sagt was wahr ist.
Man senkt das Haupt,
beugt sich der übergeordneten Autorität, und schon ist das Leben leichter.

Ich mache also einfach mein Ding, weiter nichts.
Ich lasse mir nichts mehr aufzwingen, wurde im Elternhaus genug tyrannisiert.
Also mache ich das, was ich mache, um zu kompensieren.
Oder weil ich es so will, oder weil ich es muß, oder weil es mir so gefällt,
ich weiß es selbst nicht, so richtig kenne ich mich selbst nicht.
Muß mich wohl noch kennenlernen, bin nicht ganz bei mir.

Thema Betitelung:
Sehr wichtig, und dabei im Grunde unwichtig.

Meine Bilder sind in aller Regel nicht betitelt.
Ein Grund dafür habe ich nicht, ein Titel fällt mir in aller Regel auch nicht ein.
Wenn mir einer einfällt, passt er nur für einen Augenblick, für einen anderen Augenblick wieder nicht.
Erscheint bedrückend, ist es aber nicht, und wenn doch, dann ist es so.

Ich dachte immer, Kunst/Grafik wäre einfach, bis ich damit selbst näher befasst habe.
Es ist schwer.

Grafik, Kunst Bildbearbeitung und Fotographie sind Handwerke, und keine Wissenschaft.
Und wenn ich mal einen Garten haben sollte, hab ich leider nicht,
dann könnte das eine zweite Leidenschaft werden.
Gartenarbeit ist auch ein Handwerk.
 
Leistungskurse waren Mathe und Physik, Prüfungsfächer Sozialkunde und Kunst, also vier an der Zahl.
Diese Fächer fließen dann eben, irgendwie und so und so, oder anders, in die Kunst ein.

Das Abi war nur ein Anstoß zur Kunst, aus uralten Zeiten, das eigentliche Interesse kam später, aus der Not heraus.
Wer Probleme hat, dem bleibt nur dieses Thema.
Warum auch nicht.
Ich mach ja viel mit dem Computer, also so eine Art Mathe in der Kunst.


Ich bevorzuge abstrakte Kunst und Collage.
Einfach aus dem Grund, weil es viel einfacher ist.
Einfacher in dem Sinne, als würde man "fotorealistisch oder idealistisch" arbeiten.
Fotorealismus kommt als Collage rein, kombiniert mit Gemaltem,
collagiert, und mit dem Computer bearbeitet.
Außerdem läßt die Abstraktion mehr Freiheitsgrade zu.
Man kann im Grunde machen was man will, man ist freier.

Grafik/Kunst ist viel Arbeit und Erfahrung, man ist nie zufrieden.
Die Last, Erfahrung zu sammeln,
so eine Art Routine, ist sehr groß.
Man holt ständig alte Sachen heraus, um diese zu überarbeiten,
und dann wieder wegzustecken.
Um dann irgendwann, oder auch nie, wieder herauszuholen,
um dann zu überarbeiten, und dann wieder wegzustecken.
Mein Grafik-Tablett von Aiptek ist dabei auf jeden Fall ein guter Freund.

Bis dann das Eine oder Andere hervorgeholt wird, um als fertig zu gelten.
Vorläufig, bis einem eine neue Idee kommt, um es wieder wegzustecken, und anderes wieder herauszukramen.

Oder einfach so, irgendwas machen, einfach so..........